Deine Rechte als Verbraucher:in
Gesetzliche Gewährleistung
Was bei mangelhaften Waren gilt, wie du deine Rechte geltend machst und worin sich Gewährleistung und Garantie unterscheiden.
Mindestens zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung für Waren, die du als Verbraucher:in bei einem gewerblichen Verkäufer in der Europäischen Union kaufst.
Diese Information betrifft den Kauf von Waren. Für Coaching, Beratung und andere Dienstleistungen gelten je nach Vertrag andere gesetzliche Regelungen. Sie ist keine zusätzliche Garantie für die Angebote dieser Praxis.
Wenn eine Ware nicht hält, was vereinbart wurde
Du kannst deine gesetzlichen Gewährleistungsrechte geltend machen, wenn eine Ware mangelhaft ist – zum Beispiel, wenn sie:
- nicht der Beschreibung oder den vereinbarten Eigenschaften entspricht;
- nicht bestimmungsgemäß funktioniert.
Der Verkäufer haftet grundsätzlich für Mängel, die bereits bei Lieferung bestehen und innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist erkennbar werden.
Kostenlose Nachbesserung oder Ersatzlieferung
Zunächst kannst du grundsätzlich eine Reparatur oder eine mangelfreie Ersatzware verlangen. Gesetzliche Voraussetzungen und Ausnahmen bleiben zu beachten.
Preisminderung oder Erstattung
Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen kannst du den Kaufpreis mindern oder vom Vertrag zurücktreten und die Rückerstattung des Kaufpreises verlangen.
Was tun, wenn du mangelhafte Ware erhältst?
Den Verkäufer kontaktieren
Melde das Problem so bald wie möglich beim Verkäufer und beschreibe den Mangel. Fotos können helfen, ihn zu dokumentieren.
Kaufnachweis bereithalten
Bewahre deinen Kaufnachweis auf – zum Beispiel eine Quittung, Rechnung oder einen Kontoauszug.
Gewährleistung ist nicht dasselbe wie Garantie
Verkäufer und Hersteller können zusätzlich freiwillige gewerbliche Garantien anbieten. Diese dürfen deine gesetzlichen Gewährleistungsrechte nicht einschränken. Eine Herstellergarantie, die eine Haltbarkeit garantiert, etwa eine Haltbarkeitsgarantie auf eine bestimmte Lebensdauer, ist eine zusätzliche Zusage – sie ersetzt die gesetzlichen Rechte nicht.
Allgemeine Information zur Orientierung, keine individuelle Rechtsberatung. Maßgeblich sind die gesetzlichen Regelungen und der jeweilige Vertrag.